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Schloss Fischbach (im Riesengebirge) – ein neuer Beginn   Leave a comment

Schloss Fischbach (Karpniki) liegt 11 km östlich von Hirschberg am Fuße der Falkenberge. Im Mittelalter hatte auf einem der beiden Falkenberge zum Schutz des Hirschberger Tales eine herzogliche Burg gestanden – 1364 erstmals belegt – , die aber in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde.In der Nachfolge entstand dann unterhalb des Burgberges das Wasserschloß.

Zu den Besitzern des 18. Jahrhunderts gehörte Staatsminister Carl Georg Graf von Hoym, der es 1789 an Caspar Conrad von Zedlitz verkaufte. 1822 ging Fischbach an Prinz Wilhelm von Preußen, Bruder König Friedrich Wilhelms III. und Generalgouvaneur der preußischen Rheinprovinzen. Prinz Wilhelm war verheiratet mit Marianne von Hessen-Homburg. Für die Prinzenfamilie wurde Fischbach nun zum ständigen Sommeraufenthalt und damit gleichzeitig gesellschaftlicher Mittelpunkt  des Hirschberger Tales. Das Prinzenpaar fühlte sich hier wohler als im goldenen Käfig Berlin und blieb oft bis Anfang Dezember. Die jüngere Tochter des Prinzenpaares, Marie, wurde 1842 in der Dorfkirche zu Fischbach im Beisein des Königs und der Königin wie auch des Kronprinzen Maximilian von Bayern konfirmiert. Marie heiratete noch im gleichen Jahr den Kronprinzen und wurde somit 1848 Königin von Bayern. Diese preußische Prinzessin war also die Mutter von Ludwig II., dem sog. Märchenkönig. Die Räume im Schloss Fischbach waren wesentlich kleiner und niedriger als die der Wohnung im Berliner Schloss, wo das Prinzenpaar den Winter verbrachte und den Repräsentationspflichten nachgehen mußte. In Fischbach konnte sich das Prinzenpaar aber im Gegensatz zu Berlin ganz nach eigenem Geschmack einrichten, und dieser entsprach dem mit der Romantik aufkommenden Stil der Neugotik.

Nun, nach vielen Jahren der Zerstörung und Aussichtslosigkeit, wird in Fischbach tüchtig renoviert. Ich habe die Einladung zu einer inoffiziellen Besichtigung gerne entgegen genommen. Und hier ein paar Eindrücke…

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Gesamtansicht

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Innenhof - Kreuzgang

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Innenhof - Kreuzgang, Rekonstruktion

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Innenhof - gotisches Portal

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Erhaltener Stuck (Renaissance)

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Fenster mit dem hl. Georg und dem Drachen

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Das Rote Zimmer

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Das Rote Zimmer

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Decke (unter der sichtbaren Schicht gibt es Verzierung aus der Renaissance)

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Decke

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Kronleuchter (1875)

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Kronleuchter (1875)

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Fenster im Nebenraum des Roten Zimmers

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Funde aus dem Keller: Tafelgeschirr, Porzellan. Hergestellt in Berlin.

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Ein Renaissance-Portal. War in Teile zerlegt und zum illegalen Abtransport nach Deutschland vorbereitet.

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Sichtbare Stelle des Anbaus bei der Stüllerischen Umgestaltung des Schlosses (1846)

Zum Nachlesen:

Kulturwerk Schlesien – Fischbach

Schlesische Kunstsammlungen – Wilhelm von Hohenzollern (1783-1851)

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Veröffentlicht 16/02/2012 von krkonos in Jelenia Góra/Hirschberg, Riesengebirge

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