Archiv für Juli 2010

Kaiserturm auf dem Hirschberger Hausberg   1 comment

Schon vor mehr als hundert Jahren erinnerten nur noch sehr wenige, äußerlich kaum noch erkennbare Spuren außer dem Namen an das Haus Hirschberg, früher einmal Hyrzberg oder das Haus im Bäche-oder Pechwinkel genannt, das einst auf dem Hausberg stand. Es ging das Gerücht, dass die Kaiserlichen und die Schweden im dreißigjährigen Krieg die Gräben und Schanzen auf dem höchsten Gipfelplateau abwechselnd hier angelegt haben sollen [Schlesische Bergwacht, 1953].

Auf diesem Hügel, der 375 m hoch ist, entstand 1911 ein Aussichtsturm, der dem Kaiser Wilhelm gewidmet wurde. Schon bald gab es dort, etwas unterhalb, auch ein Restaurant mit dem schönsten Blick auf die Stadt, aufs Tal und auf das Riesengebirge. Wegen der charakteristischen Dachform wurde der Kaiserturm nach dem 2. WK von den polnischen Ansiedlern „Pilzchen“ („Grzybek“) genannt. Er verlor seine touristische Bedeutung nach dem in den 50. Jahren das Restaurant nicht mehr betrieben wurde und verfiel seit dieser Zeit zunehmend.

Im Frühling 2009 entschied sich die Stadt Hirschberg diesen (und 2 weitere Stadttürme) zu renovieren. Die Baumaßnahmen wurden Ende April 2010 beendet und seit dem 19. Mai 2010 ist der Turm für Besucher erneut sicher und einfach zu besteigen. Mir ist es erst gestern gelungen, den Wendeltreppengang zu machen. Hier ein paar Eindrücke.

Kaiserturm auf dem Hausberg

Der Kaiserturm zu Hirschberg

Die Wendeltreppe

Das Riesengebirgspanorama

Panoramen-Vergleich

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